Gold

Gerade in sensiblen Zeiten stellt Gold für den Anleger ein hohes Maß an Sicherheit dar, da es von Staaten, Produktivität, Kreditwürdigkeit oder Währungen weitgehend unabhängig ist. Wirtschaftliche und politische Faktoren können den Goldpreis zwar zeitweise beeinflussen, der Wert des Goldes bleibt dennoch langfristig stabil. Dass Gold nie wertlos sein wird, zeigt auch die Geschichte. Für eine Unze Gold kann man nach wie vor die gleiche Menge Erdöl kaufen wie im Jahre 1947. Aus diesen Gründen wollen wir hier ein Investment in dieses edle Metall genauer unter die Lupe nehmen.

Entwicklung des Goldpreises

Bis 2008 zählte der Goldkurs zu den stabilsten der Welt, wenn man den erfahrungsgemäßen Anstieg des Goldpreises in einer Krise einmal außen vor lässt. Prinzipiell richten sich Goldkurse nach der geförderten Menge, dem Bedarf der Zentralbanken sowie der Schmuckindustrie.

Im Krisenjahr 2008 durchbrach der Goldwert zum allerersten Mal die Grenze von 1000 US-Dollar pro Unze und erreichte 2011 seinen bisher höchsten Stand von 1.908,79 US-Dollar. Seitdem sind Kurssprünge von bis zu 25% innerhalb eines Jahres keine Seltenheit mehr.

So legst du in Gold richtig an

Im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten ist Gold relativ einfach zu handeln. Dennoch muss man auch hier ein gewisses Grundwissen mitbringen, um später auch die gewünschten Resultate erzielen zu können.

Versicherung, Investition oder Spekulation?

Die meisten Anleger haben die Absicherung im Blick, wenn sie sich dazu entschließen, ihr Kapital in Gold anzulegen. Das ist angesichts der Preisstabilität von Edelmetallen nur allzu gut nachzuvollziehen. Doch wer auch Gewinne einfahren möchte, sollte sich zweimal überlegen, ob Gold hier wirklich die geeignetste Variante ist.

Bei den Goldanlagen wird zwischen drei Punkten unterschieden, über die sich der Anleger vor dem Kauf im Klaren sein sollte:

  1. Versicherung in Form von Barren und Münzen
  2. Investition in Form von Goldaktien, Zertifikaten und ETFs
  3. Spekulation mit Goldnebenwerten

Selbstverständlich können mit Gold nicht nur Gewinne sondern auch Verluste eingefahren werden, weshalb es wichtig ist, die eigenen Erwartungen an die Investition bereits im Vorfeld zu konkretisieren sowie, gleich wie beim Aktienhandel, eine erfolgreiche Börsenstrategie zu befolgen.

Ort für den Goldkauf

Unerfahrene Anleger wenden sich als erstes an eine Bank, wenn sie Gold kaufen möchten. Doch dies ist nicht unbedingt die empfehlenswerteste Anlaufstelle. In Gold anlegen kann man stattdessen auch bei einem Fachhändler. Hier ist der direkte Kauf von Gold gegen Bargeld möglich. Neben dem Vorteil, dass Gold dann gleich mitgenommen werden kann, entfallen ebenfalls die Auslieferungskosten. Bis zu einer Investitionshöhe von 15.000 Euro müssen nicht einmal persönliche Daten hinterlassen werden. Wird der Kauf hingegen bei einer Bank getätigt, werden die Daten unabhängig von der Kaufhöhe vermerkt.

Gewichtung im Portfolio

Es ist ratsam mindestestens 10% des Kapitals in Edelmetalle zu investieren. In Zeiten der Inflation, wenn Kurseinbußen zu verzeichnen sind, empfiehlt sich sogar ein Anteil bis zu 20%. Denn in solchen Fällen können Edelmetalle die eingefahrenen Verluste optimal ausgleichen.

Auch sollte der Anleger die Marktentwicklung stets im Auge behalten und das Portfolio dementsprechend anpassen. Trotzdem sollte ein Anteil von 10% immer bestehen bleiben.

Victor Hugo

Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie unerreichbar.
> Für die Verzagten ist sie unbekannt. Für die Kühnen ist sie ideal.

Lass dich nicht aus der Bahn werfen

Natürlich unterliegt auch der Goldkurs Schwankungen. Verfalle aber nicht in Panik, wenn der Preis zu sinken beginnt, denn Panik ist weder beim Kauf noch Verkauf ein guter Ratgeber. Vor allem, wenn Gold als Teil des Vermögensschutzes angelegt wird, sollte es auch bei sinkendem Preis gehalten werden. Ebenso wichtig ist es, Gold immer wieder nachzukaufen, denn eine regelmäßige Investition sichert nach und nach das Vermögen ab.

Zu bedenken ist ebenso die Investitionshöhe. Wer zum Beispiel 1.000 Euro monatlich bei Seite legt und davon 10% in Gold investieren möchte, hat 100 Euro zur Verfügung. Für diesen Betrag ist jedoch der Goldkauf nicht lohnenswert. Grundsätzlich gilt die Regel: Je höher der Investitionsbetrag, und sei es beispielsweise 400 Euro, desto günstiger der Kauf des Edelmetalls.

Goldpreise vergleichen

Auch wenn der Goldpreis zweimal am Tag angepasst wird, so bedeutet dies nicht, dass dies auch alle Händler tun. Manche lassen den Goldpreis auch mal länger stehen. Es bietet sich also an, die Goldkosten bei den einzelnen Anbietern zu vergleichen. Hierfür stehen dem Anleger diverse Optionen online zur Verfügung. Eine derartige Recherche kann zwar einige Zeit in Anspruch nehmen, zahlt sich aber in Hinsicht auf eine erfolgreiche Investition allemal aus.

Hände weg von Sammlermünzen!

Bestimmt bist du beim Zappen schon einmal auf einen Shoppingkanal gestoßen, auf dem Goldmünzen beworben wurden. Sowohl der Goldgehalt als auch das Motiv entsprechen den Anlagemünzen, doch handelt es sich hierbei um Sammlermünzen, die teurer sind als Anlagemünzen. Diese lassen sich deutlich schwerer als Anlagemünzen verkaufen, weshalb hier Verluste fast schon vorprogrammiert sind.

 

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